Brigitte Ederer

Brigitte Ederer verfügt über genau jene Qualitäten, an denen es der aktuellen SPÖ-Spitze mangelt: prinzipienorientierter Politikzugang, Professionalität, Fähigkeit und Willigkeit Entscheidungen zu treffen. Ederer ist integer, kompetent und hartnäckig, sie setzt sich für eine Bildungsreform ein und ist als Kritikerin von Infrastruktur-Privatisierungen aufgetreten. Die linke Pragmatikerin ist in Politik und Wirtschaft erfahren und weiß, wie man etwas bewegt. Genau das hat die SPÖ dringend nötig, darum ist Brigitte Ederer die richtige Wahl als Parteivorsitzende.


Lebenslauf

Aufsichtsratsvorsitzende der ÖBB-Holding
geboren am 27.2.1956, 60 Jahre alt

Lebensstationen:

  • Studium der Volkswirtschaftslehre
  • Tätigkeit in der wissenschaftlichen Abteilung der Arbeiterkammer Wien
  • Nationalratsabgeordnete
  • Europastaatssekretärin bei Bundeskanzler Vranitzky
  • SPÖ-Bundesgeschäftsführerin
  • Finanz- und Wirtschaftsstadträtin in Wien
  • Vorstand der Siemens AG


Statement

Brigitte Ederer verfügt über genau jene Qualitäten, an denen es der aktuellen SPÖ-Spitze mangelt: prinzipienorientierter Politikzugang, Professionalität, Fähigkeit und Willigkeit Entscheidungen zu treffen.

Ihr Werdegang ist klassisch sozialdemokratisch und sehr beeindruckend. Sie wuchs als Kind einer alleinerziehenden Mutter in Wien Floridsdorf auf, studierte Volkswirtschaft an der Universität Wien und stieß früh zur SPÖ, in der sie ihr Talent zur Veränderung einsetzte. Als Europa-Staatssekretärin unter Vranitzky führte sie Österreich in die Europäische Union. Sie führte gemeinsam mit Alois Mock die Beitrittsverhandlungen, und kampagnisierte erfolgreich für den positiven Volksentscheid. Die Zeit von Ederer in der Bundesgeschäftsstelle war die letzte Periode, in der diese ihre Rolle ausgefüllt hat. Ederer fuhr nicht nur 1995 einen Wahlerfolg (+ 3,2% auf 38,1%) ein, sie sanierte als Geschäftsführerin die Parteifinanzen. Sie hat also bereits bewiesen, dass sie die Partei organisatorisch managen kann.

Als Wiener Finanzstadträtin blieb sie unter anderem mit der Ausgliederung der Wiener Stadtwerke in Erinnerung. Ederer machte aus einer Magistratsabteilung einen Konzern und schuf damit die Voraussetzungen für das Überleben der Unternehmen in liberalisierten Märkten, die nach wie vor zu 100% im öffentlichen Eigentum stehen. In puncto öffentliche Unternehmensbeteiligungen baute Ederer große Kompetenzen auf. Sie ist Aufsichtsratsvorsitzende der Wien Holding und der ÖBB, ein Gastspiel im ÖIAG-Aufsichtsrat (heute ÖBIB) beendete sie, nachdem sie die Unterzeichnung des Syndikatsvertrags mit der America Movil und die dadurch faktische Privatisierung der Telekom Austria als einzige Kapitalvertreterin kritisiert hatte. Ihre Abneigung gegen Privatisierungen erklärte sie in einem Standard-Interview weniger ideologisch als pragmatisch mit ihrem Opa, der ihr sagte: “Nur arme Leute verkaufen etwas.” Ihr Einsatz für öffentliche Infrastruktur zeigte sich erst kürzlich in ihrer harten Kritik am geplanten Gazprom-Deal der OMV.

Nach ihrer Siemens-Zeit sammelte sie auch Erfahrung in privaten Unternehmen als Aufsichtsrätin beim Technologiekonzern Infineon Österreich, dem Pharmakonzern Böhringer-Ingelheim und dem Ölindustrie-Zulieferer Schoeller-Bleckmann. Sie weiß um die großen Herausforderungen der Industrie-Zugpferde Österreichs, beschäftigt sich intensiv mit den Themen Digitalisierung von Produktion und Arbeitswelt. Insgesamt ist Ederer als linke Pragmatikerin einzustufen, deren Integrität und Kompetenz parteiübergreifend anerkannt ist. Saskia Jungnikl portraitierte sie in der Zeit als eine, die lieber gestaltet statt verwaltet, sie selbst gibt als Karrieretipp: “Man muss etwas wollen, wenn man etwas erreichen will.” Das alles tut sie in einer unglaublich sympathischen Art. Wer eine erfahrene und entscheidungsfreudige Führungskraft mit sozialer Kompetenz als SPÖ-Chefin möchte, wählt Brigitte Ederer.